Schreibtisch mit gedruckter Eigenständigkeitserklärung, Laptop mit ChatGPT und KI-Verzeichnis – akademisches Setting für die korrekte KI-Dokumentation 2026

Eigenständigkeitserklärung KI 2026: Vorlage, Formulierung & was Studierende wirklich angeben müssen

Von |Veröffentlicht am: Mai 28th, 2026|

Auf einen Blick — Was dich in diesem Leitfaden erwartet:
In diesem Artikel erfährst du, was eine Eigenständigkeitserklärung KI im Jahr 2026 wirklich enthalten muss und warum sie an fast jeder deutschen und österreichischen Hochschule zur Pflicht geworden ist. Du bekommst vier fertige Vorlagen zum Kopieren — von „keine KI genutzt“ bis zur eidesstattlichen Erklärung mit KI‑Passus für Abschlussarbeiten. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du ein KI‑Verzeichnis mit bis zu fünf Spalten erstellst, und vergleichen die Anforderungen von acht Hochschulen in einer Tabelle. Außerdem erfährst du, welche rechtlichen Konsequenzen drohen – einschließlich der Urteile des VG Kassel vom Februar 2026 –, warum deine Erklärung zunehmend im Gespräch überprüft wird, wie du KI richtig zitierst, und findest am Ende eine 10‑Punkte‑Checkliste sowie 11 FAQ. Aktualisiert: Oktober 2026.

Eigenständigkeitserklärung KI — drei Wörter, die 2026 über Bestehen oder Durchfallen entscheiden können. Seit mehr als 90 % der Studierenden in Deutschland KI‑basierte Werkzeuge nutzen (Garrel & Mayer 2025), verlangen immer mehr Hochschulen eine erweiterte Eigenständigkeitserklärung, die den Einsatz von ChatGPT, Perplexity, DeepL Write & Co. transparent offenlegt. Fehlt die KI‑Kennzeichnung oder ist sie fehlerhaft, drohen Note 5,0, der Ausschluss von der Wiederholungsprüfung und – bei einer Versicherung an Eides statt – strafrechtliche Konsequenzen nach § 156 StGB. Dieser Leitfaden liefert dir vier kopierfertige Vorlagen, ein vollständiges KI‑Verzeichnis‑Muster, die Anforderungen von acht deutschen und österreichischen Universitäten — und eine Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung, mit der du deine Haus‑, Seminar‑ oder Bachelorarbeit korrekt dokumentiert abgibst.

Was ist eine Eigenständigkeitserklärung KI?

Eine Eigenständigkeitserklärung (auch Selbstständigkeitserklärung) ist die schriftliche Versicherung, dass du deine wissenschaftliche Arbeit eigenständig verfasst, alle genutzten Quellen angegeben und keine unzulässigen Hilfsmittel verwendet hast. Traditionell umfasste sie drei Kernaussagen: Eigenständigkeit der Leistung, vollständige Quellenangabe und Auflistung aller Hilfsmittel.

Die Eigenständigkeitserklärung KI erweitert dieses Dokument um einen vierten Baustein — den sogenannten KI‑Passus. Dieser verpflichtet dich, Art, Umfang und Zweck jedes eingesetzten KI‑Werkzeugs offenzulegen. Je nach Hochschule reicht eine kurze Erklärung im Fließtext oder es wird ein vollständiges KI‑Verzeichnis (Dokumentationstabelle) als Anhang verlangt. Entscheidend ist: Ohne diesen Zusatz gilt deine Arbeit an immer mehr Universitäten als formal unvollständig — selbst wenn der Inhalt fehlerfrei ist.

Eigenständigkeitserklärung vs. Eidesstattliche Erklärung — der Unterschied

Merkmal Eigenständigkeitserklärung Eidesstattliche Erklärung
Einsatz Hausarbeit, Seminararbeit, Facharbeit, Referat Bachelorarbeit, Masterarbeit, Dissertation
Strafrechtlich relevant? Nein (aber prüfungsrechtlich bindend) Ja — § 156 StGB (falsche Versicherung an Eides statt)
KI‑Passus nötig? Zunehmend ja (seit 2025/26 an vielen Hochschulen) Fast immer — inkl. KI‑Verzeichnis als Anlage
Konsequenz bei Fehlen Nicht bestanden, im schweren Fall Ausschluss von der Wiederholung Note 5,0, Exmatrikulation, Titelentzug

Warum die Eigenständigkeitserklärung KI 2026 wichtiger denn je ist

Im Wintersemester 2024/25 nutzten laut einer CHE‑Studie bereits 25 % der Studierenden täglich und weitere 40 % gelegentlich KI‑Tools (CHE 2025). 2026 ist KI an Hochschulen kein Randthema mehr, sondern Standardwerkzeug. Die Reaktion der Universitäten fiel entsprechend aus: Nahezu jede Prüfungsordnung fordert inzwischen eine KI‑Kennzeichnungspflicht. In unserer Übersicht der KI-Richtlinien von 26 Hochschulen verlangen alle, den KI-Einsatz offenzulegen.

Die Universität Koblenz führte im April 2026 ein dreistufiges KI‑Ampelsystem ein (Rot = KI verboten, Gelb = eingeschränkt, Grün = erlaubt), das je nach Prüfungsformat eine andere Eigenständigkeitserklärung verlangt (Uni Koblenz 2026, PDF). Die Universität Paderborn veröffentlichte im Februar 2026 eine ausführliche Handreichung zur Dokumentation und Kennzeichnung von KI‑Tools, die zwischen Beschreibung im Fließtext, Beschreibung im Anhang und Dokumentationstabellen unterscheidet (Uni Paderborn 2026, PDF). Die FU Berlin verlangt seit Februar 2026 eine Tabelle mit den Spalten Aufgabe | KI‑Werkzeug | Kommentar sowie eine vorherige Absprache mit der betreuenden Lehrkraft. Die ASH Berlin unterscheidet in § 2–4 zwischen zulässiger KI‑Nutzung (Recherche, Übersetzung, Korrektorat), unzulässiger Nutzung (vollständige Textproduktion) und genehmigungspflichtiger Nutzung (Datenanalyse). Die Uni Graz geht noch weiter und empfiehlt eine fünfspaltige Dokumentationstabelle mit Reflexion – verbindlich ist dort, was die Lehrenden festlegen.

Die Universität Potsdam stellt seit März 2026 eine Eigenständigkeitserklärung mit zwei Optionen bereit: Option 1 – keine Verwendung von KI‑Werkzeugen, Option 2 – Verwendung von KI‑Werkzeugen mit Ankreuzliste der Einsatzbereiche (u. a. Recherche, Übersetzung, Verfassen, Lektorat) und einer Dokumentationstabelle. Und im Juli 2026 hat der Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen „Intellektuelle Souveränität“ bestätigt, wohin die Reise geht: keine Verbote, aber Transparenz – und Prüfungsformen, in denen du deine Arbeit auch mündlich vertreten musst.

Der Trend ist eindeutig: Wer seine KI‑Nutzung nicht lückenlos dokumentiert, riskiert nicht nur eine schlechte Note, sondern den Verlust der gesamten Prüfungsleistung.

KI-Nutzung an Hochschulen 2026: Statistik zur Eigenständigkeitserklärung KI

Rechtliche Konsequenzen bei Verstoß gegen die KI‑Kennzeichnungspflicht

Eine fehlende oder falsche Eigenständigkeitserklärung KI ist kein Kavaliersdelikt. Die Konsequenzen reichen in vier eskalierenden Stufen:

Stufe 1 — Formaler Mangel: Die Arbeit wird zur Nachbesserung zurückgegeben. Du musst die KI‑Erklärung nachreichen, verlierst aber wertvolle Zeit.

Stufe 2 — Note „nicht ausreichend“ (5,0): Wird die fehlende Kennzeichnung als Täuschungsversuch gewertet, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Du musst die Arbeit komplett neu schreiben — in der Regel mit einem neuen Thema.

Stufe 3 — Ausschluss von der Wiederholung: Bei besonders schweren Fällen kann die Hochschule dich von der Wiederholungsprüfung ausschließen – faktisch das Ende des Studiums. Das Verwaltungsgericht Kassel hat das am 25. Februar 2026 in zwei Urteilen bestätigt (Az. 7 K 2134/24.KS und 7 K 2515/25.KS): für eine Hausarbeit im Master und eine Bachelorarbeit, in denen KI nicht gekennzeichnet war. Nach Auffassung der Kammer genügt bereits ein einmaliger ungekennzeichneter Einsatz generativer KI. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig, die Berufung ist zugelassen.

Stufe 4 — Strafrechtliche Konsequenzen (§ 156 StGB): Wer eine eidesstattliche Erklärung abgibt und darin KI‑Nutzung verschweigt, kann sich wegen falscher Versicherung an Eides statt strafbar machen — Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Diese Konsequenzen gelten nicht nur für Bachelor‑ und Masterarbeiten, sondern zunehmend auch für Hausarbeiten und Seminararbeiten, sofern die Prüfungsordnung eine Eigenständigkeitserklärung mit KI‑Passus vorschreibt.

Rechtschreibprüfung ja, inhaltliche Überarbeitung nur mit Angabe

Die Kasseler Urteile ziehen eine Grenze, die für deine Erklärung direkt relevant ist: Eine reine Prüfung von Rechtschreibung und Grammatik – vergleichbar mit der Funktion in Word – bleibt zulässig. Eine Überarbeitung durch Dritte, „damit auch KI“, die die Arbeit fachlich verändert, ist es nicht, wenn sie nicht erlaubt und gekennzeichnet ist. Tools wie DeepL Write oder ChatGPT, die Sätze umformulieren, gehören deshalb in dein KI‑Verzeichnis.

Neu 2026: Deine Erklärung wird im Gespräch überprüft

KI‑Detektoren liefern nach Einschätzung des Wissenschaftsrats und der Universität Potsdam keine rechtssicheren Beweise. Hochschulen prüfen die Eigenständigkeit deshalb zunehmend mündlich: Potsdam empfiehlt kurze Abgabegespräche, in denen die Urheberschaft einer schriftlichen Arbeit überprüft wird. Im Kasseler Fall war genau das entscheidend – der Student konnte seinen Code und grundlegende Konzepte im mündlichen Teil nicht erklären, in der zweiten Arbeit standen erfundene Gerichtsentscheidungen in den Fußnoten. Was du in deiner Erklärung und deinem KI‑Verzeichnis angibst, musst du also im Gespräch bestätigen können. Mehr dazu in unseren Beiträgen zu KI-Detektoren an der Hochschule und zum Kolloquium der Bachelorarbeit.

Konsequenzen bei Verstoß gegen die KI-Kennzeichnungspflicht in vier Stufen

6 Varianten der KI‑Eigenständigkeitserklärung im Vergleich

Der Philosophie‑Didaktiker Markus Bohlmann (Universität Münster) hat sechs grundsätzliche Varianten identifiziert, wie Hochschulen mit dem Thema KI‑Nutzung in der Eigenständigkeitserklärung umgehen. Jede Variante hat eigene Vor‑ und Nachteile — und unterschiedliche Auswirkungen auf deinen Dokumentationsaufwand.

Variante 1 — KI‑Nutzung komplett verbieten

Einige Hochschulen untersagen jeglichen KI‑Einsatz in Prüfungsleistungen und fordern eine explizite Erklärung, dass keine KI‑Tools verwendet wurden. Grundlage ist u. a. die Radboud‑Studie (Guest et al. 2025), die argumentiert, dass KI‑Nutzung die akademische Integrität verletzt. Dokumentationsaufwand: sehr gering (ein Satz genügt). Problem: Selbst Rechtschreibprüfungen und Suchmaschinen nutzen inzwischen KI — die Grenze ist kaum zu ziehen.

Variante 2 — KI als Hilfsmittel/Software auflisten

Die Bergische Universität Wuppertal (ZPA 2025) behandelt KI wie jedes andere Software‑Tool: Es wird in der Hilfsmittelliste genannt, ohne detaillierte Nutzungsbeschreibung. Dokumentationsaufwand: gering. Problem: Versteckte KI in Autokorrektur, Browser‑Vorschlägen oder Übersetzungstools wird oft übersehen.

Variante 3 — Erlaubte Praktiken differenziert benennen

Die Universität Potsdam und die ASH Berlin erlauben KI für bestimmte Zwecke (Korrektur, Ideenfindung, Recherche), verbieten aber vollständige Textgenerierung oder kontinuierliches KI‑Co‑Piloting. Die ASH Berlin unterscheidet dabei explizit in § 2 (zulässig: Recherche, Übersetzung, Korrektorat), § 3 (unzulässig: eigenständige Textproduktion durch KI) und § 4 (genehmigungspflichtig: Datenanalyse). Potsdam verbindet diese Logik seit März 2026 mit einer Ankreuzliste der Einsatzbereiche und einer Dokumentationstabelle – also mit Elementen von Variante 5. Dokumentationsaufwand: mittel — du musst beschreiben, wofür du KI genutzt hast.

Variante 4 — Quasi‑Zitation von KI‑Outputs

Der Leitfaden „Aus KI zitieren“ der Universität Basel (2024, v2.2) empfiehlt, KI‑generierte Inhalte wie Quellen zu behandeln und mit Prompt, Datum und Tool‑Version zu belegen. Dokumentationsaufwand: mittel bis hoch. Problem: KI‑Outputs sind nicht reproduzierbar und gelten wissenschaftlich nicht als zitierfähige Quellen — die Universität Paderborn (2026) vergleicht sie mit Wikipedia‑Einträgen.

Variante 5 — Vollständiges KI‑Verzeichnis mit Reflexion

Die Uni Koblenz (April 2026), Uni Graz und die Uni Paderborn (Februar 2026) setzen auf eine detaillierte Dokumentationstabelle (KI‑Verzeichnis) im Anhang, ergänzt durch Prompt‑Protokolle und — im Fall der Uni Graz — eine Reflexionsspalte, in der du deinen Lernprozess analysierst. Dokumentationsaufwand: hoch. Vorteil: Maximale Transparenz und Nachvollziehbarkeit — der Goldstandard.

Variante 6 — Keine gesonderte KI‑Kennzeichnung

Bohlmanns eigene Position: Die Eigenständigkeitserklärung nicht verändern, sondern stattdessen Prüfungsformate und Didaktik so reformieren, dass KI‑Kompetenzen Teil der Bewertung werden. Dokumentationsaufwand: keiner. Realität: Diese Variante wird von keiner der hier untersuchten Hochschulen praktiziert — sie bleibt ein Diskussionsbeitrag. Der Wissenschaftsrat geht 2026 allerdings in eine ähnliche Richtung: Er empfiehlt, Prüfungsformate umzubauen – mehr mündliche Anteile, Präsentationen und Verteidigungen.

Sechs Varianten der KI-Eigenständigkeitserklärung im Vergleich

4 Vorlagen zum Kopieren — Eigenständigkeitserklärung KI

Die folgenden vier Vorlagen decken die häufigsten Szenarien ab. Wähle die passende Version, passe sie an die Vorgaben deiner Hochschule an und füge sie als letzte Seite deiner Arbeit ein. Wichtig: Diese Muster ersetzen nicht die offizielle Vorlage deiner Universität — prüfe immer zuerst die Prüfungsordnung und die Website deines Prüfungsamts.

Vorlage A — Keine KI‑Nutzung

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst habe. Ich habe keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus Veröffentlichungen entnommen wurden, sind als solche kenntlich gemacht.

Ich habe keine KI‑gestützten Textgeneratoren oder andere generative KI‑Werkzeuge bei der Erstellung dieser Arbeit verwendet.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ]
_________________________
[Vor‑ und Nachname]

Vorlage B — KI als unterstützendes Hilfsmittel (Recherche, Korrektur, Ideenfindung)

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig und ohne unzulässige fremde Hilfe verfasst habe. Ich habe nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt.

Ich habe KI‑gestützte Werkzeuge ausschließlich in unterstützender Funktion eingesetzt, insbesondere zur Literaturrecherche, sprachlichen Überarbeitung und/oder Ideenfindung. Die inhaltliche Argumentation, die Struktur und die endgültige Formulierung der Arbeit stammen ausschließlich von mir. Art, Umfang und Zweck des KI‑Einsatzes sind im beigefügten KI‑Verzeichnis (Anlage) dokumentiert.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ]
_________________________
[Vor‑ und Nachname]

Vorlage C — KI für Textgenerierung genutzt (mit Überarbeitung)

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig verfasst habe.

Ich habe generative KI‑Werkzeuge zur Erstellung von Textentwürfen eingesetzt. Alle KI‑generierten Passagen wurden von mir inhaltlich geprüft, kritisch überarbeitet und in eigenen Worten neu formuliert. Ich übernehme die volle Verantwortung für sämtliche Inhalte — einschließlich möglicher Fehler, urheberrechtlicher Fragen und inhaltlicher Ungenauigkeiten.

Die eingesetzten KI‑Tools, der jeweilige Einsatzzweck und die betroffenen Abschnitte sind im beigefügten KI‑Verzeichnis (Anlage) vollständig dokumentiert. Prompt‑Protokolle und Chat‑Verläufe liegen als PDF‑Export im Anhang bei.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ]
_________________________
[Vor‑ und Nachname]

Vorlage C setzt voraus, dass deine Prüfungsordnung oder deine Lehrkraft den Einsatz von KI für Textentwürfe ausdrücklich erlaubt. Ist das nicht geklärt, frage vorher nach.

Vorlage D — Eidesstattliche Erklärung mit KI‑Passus (Abschlussarbeit)

Hiermit versichere ich an Eides statt, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel
„[Titel der Arbeit]“
selbstständig und ohne unzulässige fremde Hilfe verfasst habe. Ich habe keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß anderen Werken entnommen sind, habe ich unter Angabe der Quelle kenntlich gemacht. Diese Arbeit hat in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungsbehörde vorgelegen.

Erklärung zur Nutzung von KI‑Werkzeugen: [Zutreffendes ankreuzen]

☐ Ich habe keine generativen KI‑Werkzeuge bei der Erstellung dieser Arbeit verwendet.

☐ Ich habe generative KI‑Werkzeuge eingesetzt. Art, Umfang, Zweck und die betroffenen Abschnitte sind im beigefügten KI‑Verzeichnis (Anlage) vollständig dokumentiert. Die inhaltliche Verantwortung für sämtliche Passagen — einschließlich KI‑unterstützter — liegt ausschließlich bei mir.

Mir ist bewusst, dass eine falsche eidesstattliche Versicherung gemäß § 156 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden kann.

[Ort], den [TT.MM.JJJJ]
_________________________
[Vor‑ und Nachname, handschriftliche Unterschrift]

Nach demselben Prinzip – zwei Optionen zum Ankreuzen, bei KI‑Nutzung mit Angabe der Einsatzbereiche – ist auch die Vorlage der Universität Potsdam von 2026 aufgebaut.

Universitäts‑Vergleichstabelle — so regeln 8 Hochschulen die Eigenständigkeitserklärung KI

Die folgende Tabelle zeigt, welche Variante der Eigenständigkeitserklärung KI acht ausgewählte Hochschulen fordern. Nutze sie als Orientierung — verbindlich ist immer deine lokale Prüfungsordnung.

Hochschule Variante KI‑Verzeichnis? Reflexion? Vorlage? Besonderheit
Uni Koblenz V5 — Vollständiges KI‑Verzeichnis ✅ (4 Spalten + Prompt‑Protokoll) Im Protokoll PDF ↗ KI‑Ampelsystem (Rot/Gelb/Grün)
FU Berlin (OSI) V3 — Differenziert erlaubt ✅ (Aufgabe | KI‑Werkzeug | Kommentar) Nein PDF ↗ Vorherige Absprache mit Lehrkraft verpflichtend
ASH Berlin V3 — Differenziert (§ 2/§ 3/§ 4) Nutzungsbeschreibung (Kategorien) Nein PDF ↗ § 2 zulässig, § 3 verboten, § 4 genehmigungspflichtig
Uni Leipzig V5 — KI‑Verzeichnis als Anhang ✅ (separater Anhang) Nein PDF (Sinologie) ↗ KI‑Tools nicht ins Literaturverzeichnis
Uni Graz V5 — 5‑Spalten‑Tabelle + AI Usage Cards ✅ (5 Spalten inkl. Reflexion) ✅ Ja Website ↗ Keine zentrale Pflicht: Orientierungsrahmen empfiehlt Kennzeichnung, Lehrende legen die Form fest; AI Usage Cards möglich
HTW Berlin V5 — KI‑Verzeichnis ✅ Nein PDF ↗ Eigene Handreichung + Formular
HWR Berlin V3 — Differenziert erlaubt Empfohlen Nein PDF ↗ Formulierungsvorschläge für verschiedene Szenarien
Uni Wuppertal (BUW) V2/V5 — Tool‑Liste + tabellarischer Nachweis ✅ (Belegtabelle im Anhang) Nein PDF (Psychologie) ↗ Modellname, Version, URL, Datum; Chat‑Verlauf speichern
KI-Regelungen zur Eigenständigkeitserklärung an acht Hochschulen in Deutschland und Österreich

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KI‑Verzeichnis erstellen — Schritt für Schritt

Das KI‑Verzeichnis (auch Dokumentationstabelle oder KI‑Anlage) ist das Herzstück der erweiterten Eigenständigkeitserklärung KI. Es macht deinen KI‑Einsatz für Prüfende lückenlos nachvollziehbar. Die folgende Anleitung orientiert sich am umfassendsten Standard — der 5‑Spalten‑Tabelle, wie sie die Uni Graz und die Uni Paderborn empfehlen. Wenn deine Hochschule weniger Spalten fordert (z. B. Uni Koblenz: 4 Spalten, FU Berlin: 3 Spalten), lässt du die nicht benötigten Spalten einfach weg.

Schritt 1: KI‑Nutzung während des Schreibens dokumentieren

Beginne ab dem ersten Prompt, nicht erst kurz vor der Abgabe. Speichere jeden Chat‑Verlauf als PDF oder Screenshot. Die Universität Paderborn empfiehlt ausdrücklich, mit KI‑Tools zu arbeiten, die Chatverläufe speichern und exportieren lassen. Notiere zu jedem Einsatz: welches Tool (inkl. Version und Datum), wofür (Arbeitsschritt), was du damit gemacht hast (Beschreibung), wie du das Ergebnis geprüft hast (kritische Prüfung) und was du daraus gelernt hast (Reflexion). Diese Notizen helfen dir auch, wenn du deine Arbeit später im Gespräch erklären sollst.

Schritt 2: Die 5‑Spalten‑Tabelle ausfüllen

KI‑Tool, Version & Zeitraum Verwendungszweck & Phase Beschreibung & betroffene Abschnitte Kritische Prüfung & Überarbeitung Reflexion
ChatGPT (GPT‑4o) OpenAI, April 2026 Ideengenerierung & Gliederung Gliederungsvorschläge für Kap. 1 und 3; Prompt: „Erstelle eine Gliederung für eine Hausarbeit zum Thema X" (vgl. Prompt‑Protokoll, Anhang B) Logik der Gliederung geprüft, 2 Unterpunkte gestrichen, Reihenfolge manuell angepasst Hilfreich als Startpunkt; nächstes Mal erstelle ich die Gliederung zunächst selbst und nutze KI nur zur Überprüfung
Perplexity AI (Pro) April 2026 Literaturrecherche Suche nach empirischen Studien zu Y für Kap. 2.1; Prompt: „Finde peer-reviewed Studien zu Y aus den letzten 5 Jahren" Alle 8 Quellen in Bibliothekskatalogen verifiziert; 2 Halluzinationen identifiziert und verworfen Guter Einstieg, aber eigenständige Verifikation zwingend nötig; Halluzinationsrate ca. 25 %
DeepL Write (Pro) Mai 2026 Sprachliche Überarbeitung Einleitung und Abstract sprachlich überarbeitet; gesamter Text auf Grammatik und Stil geprüft Fachbegriffe korrigiert, da DeepL teilweise zu alltagssprachlich formuliert; 5 Vorschläge abgelehnt Effektiv für Grammatik; bei Fachsprache Vorsicht geboten — keine blinde Übernahme
Claude (3.5 Sonnet) Anthropic, Mai 2026 Gegenargumente prüfen Prompt: „Welche Gegenargumente gibt es zu meiner These Z?" — für Kap. 4 (Diskussion) 3 von 5 Gegenargumenten relevant; 2 zu allgemein und nicht verwendet Nützlich als Denkanstoß; Argumentation bleibt eigenständige Leistung

Schritt 3: Prompt‑Protokoll im Anhang beifügen

Viele Hochschulen (Uni Koblenz, Uni Paderborn, Uni Wuppertal) erwarten zusätzlich ein Prompt‑Protokoll — also die vollständigen Chat‑Verläufe als Anhang. So gehst du vor: Exportiere den Chat als PDF direkt aus dem Tool (ChatGPT: „Share“ → „Copy Link“ oder Screenshot‑Serie). Nummeriere die Protokolle (Anhang B1, B2, B3 …) und verweise in der Tabelle darauf. Die Uni Wuppertal empfiehlt darüber hinaus, die Chat‑Verläufe auch außerhalb der KI‑Anwendung zu speichern, da sie im Tool gelöscht werden können.

Schritt 4: Kennzeichnung im Fließtext (optional, aber empfohlen)

Ergänze in deinem Haupttext kurze Hinweise, wo du KI eingesetzt hast — z. B. im Methodenteil oder in Fußnoten. Die Uni Paderborn nennt als Beispielformulierung: „Zur sprachlichen Überarbeitung dieses Beitrags wurden ChatGPT und DeepL Write unterstützend eingesetzt. Für die inhaltliche Gestaltung und Verantwortung zeichnen sich ausschließlich die Autor*innen verantwortlich.“ Oder für die Literaturrecherche: „Das KI-basierte Literaturrecherchetool ResearchRabbit wurde genutzt, um inhaltliche Bezüge zwischen den zentralen Grundlagentexten zu visualisieren (vgl. Screenshot im Anhang).“

Sonderfall ASH Berlin: Kategorienbasierte Nutzungsbeschreibung

Die ASH Berlin verlangt statt einer Tabelle eine textuelle Nutzungsbeschreibung nach Kategorien: Recherche, Übersetzung, Korrektorat, Analyse, Sonstige. Du beschreibst in Fließtextform, welche KI‑Tools du für welche Kategorie eingesetzt hast — inklusive Software‑Name, Version, genutzter Funktionen und fachlicher Einschränkungen. Zusätzlich trägst du die KI‑Tools in eine einfache Tabelle mit den Spalten Aufgabe | KI‑Tool | Kommentar ein.

KI-Verzeichnis als Dokumentationstabelle mit fünf Spalten

KI richtig zitieren — APA, Harvard, Deutsche Zitierweise

Die Zitation von KI‑Tools ist eines der umstrittensten Themen im wissenschaftlichen Arbeiten 2026. Die Uni Paderborn stellt in ihrer aktuellen Handreichung (Februar 2026) klar: „KI-generierte Texte sind keine wissenschaftlichen Quellen“ — sie sind eher mit Ergebnissen einer Internetrecherche vergleichbar. In einigen Fachbereichen wird die Zitation von KI sogar wie Wikipedia behandelt und als nicht zulässig eingestuft. Dennoch haben die großen Zitationssysteme inzwischen Empfehlungen formuliert.

APA‑Stil (7. Auflage, aktualisiert)

Die APA empfiehlt, KI‑Nutzung im Methodenteil zu beschreiben (bei kürzeren Texten in der Einleitung). Ein Eintrag im Literaturverzeichnis erfolgt nur, wenn KI‑Output direkt wiedergegeben wird:

OpenAI. (2026). ChatGPT (Version GPT‑4o) [Großes Sprachmodell]. https://chat.openai.com

Im Fließtext: (OpenAI, 2026). Zusätzlich soll der verwendete Prompt und der relevante Output im Text oder im Anhang dokumentiert werden (APA Blog: How to Cite ChatGPT).

Chicago Manual of Style (CMoS)

Ein Eintrag im Quellenverzeichnis ist nur dann vorgesehen, wenn Prompt und Antwort über einen individuellen, öffentlich zugänglichen Link einsehbar sind. Andernfalls empfiehlt das CMoS die Wiedergabe in einer Fuß‑ oder Endnote oder im Fließtext (CMoS FAQ).

MLA‑Stil

Die MLA empfiehlt, sowohl paraphrasierte als auch wörtlich übernommene KI‑Inhalte mit einem Quellenverweis im Text zu kennzeichnen (MLA: Citing Generative AI).

Deutsche Zitierweise / Bayerische Regelung / Uni Leipzig

KI‑Tools werden nicht im Literaturverzeichnis aufgeführt, sondern in einem separaten Anhang (KI‑Verzeichnis). Die Uni Leipzig betont explizit, dass KI‑Werkzeuge in einen eigenen Anhang gehören und nicht mit wissenschaftlicher Literatur gleichgestellt werden dürfen. Die Uni Wuppertal ergänzt: In der Fußnote sollen Modellname, Version, URL, Verwendungsdatum und Art der Verwendung genannt werden.

Praxis‑Tipp: Im Zweifel frage vor Beginn des Schreibprozesses bei deiner Lehrperson nach den geltenden Vorgaben — so vermeidest du böse Überraschungen. Mehr zum Thema KI‑Zitation findest du in unserem ausführlichen Leitfaden: ChatGPT als Quelle angeben — Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung.

Formale Anforderungen: Platzierung, Unterschrift & digitale Abgabe

Selbst die inhaltlich perfekte Eigenständigkeitserklärung KI ist wertlos, wenn die Formalien nicht stimmen. Hier die wichtigsten Regeln, die an den meisten deutschen und österreichischen Hochschulen gelten:

Platzierung: Die Eigenständigkeitserklärung steht auf der letzten Seite der Arbeit — nach dem Literaturverzeichnis und etwaigen Anhängen. Das KI‑Verzeichnis wird als eigenständiger Anhang vor der Erklärung eingefügt. In den meisten Prüfungsordnungen erscheint die Eigenständigkeitserklärung nicht im Inhaltsverzeichnis und erhält keine Seitenzahl.

Unterschrift: Die Erklärung muss handschriftlich unterschrieben werden — ein getippter Name genügt nicht. Bei digitaler Abgabe akzeptieren die meisten Hochschulen eine eingescannte handschriftliche Unterschrift. Die Uni Graz bietet als Besonderheit eine elektronische Signatur über UNIGRAZonline an. Prüfe, ob deine Hochschule eine qualifizierte elektronische Signatur (QES) erlaubt oder zwingend eine handschriftliche Unterschrift verlangt.

Abgabeformat: Reichst du deine Arbeit als PDF ein, bette die Erklärung als letzte Seite ein (keine separate Datei, sofern nicht ausdrücklich verlangt). Chat‑Verläufe und Prompt‑Protokolle können als separater Anhang oder als verlinkte Dateien beigefügt werden.

Checkliste vor der Abgabe — 10 Punkte

Gehe diese zehn Punkte durch, bevor du deine Arbeit einreichst. Jeder einzelne kann über Bestehen oder Nicht‑Bestehen entscheiden.

  • 1. Richtige Version der Erklärung? — Nutze die aktuelle Vorlage deiner Hochschule (WiSe 2025/26 oder SoSe 2026).
  • 2. KI‑Passus enthalten? — Ergänze den KI‑Zusatz (Vorlage A, B, C oder D), auch wenn du keine KI genutzt hast.
  • 3. KI‑Verzeichnis vollständig? — Jedes eingesetzte Tool muss dokumentiert sein (Name, Version, Zeitraum, Zweck, betroffene Abschnitte).
  • 4. Kennzeichnung im Fließtext? — Prüfe, ob deine Hochschule zusätzlich Hinweise im Methodenteil oder in Fußnoten verlangt.
  • 5. Prompt‑Protokolle gespeichert? — Exportiere alle Chat‑Verläufe als PDF und speichere sie außerhalb des Tools.
  • 6. Vorherige Absprache dokumentiert? — Besonders an der FU Berlin und ASH Berlin: Halte die Genehmigung der Lehrkraft schriftlich fest.
  • 7. Reflexion ergänzt (falls gefordert)? — Uni Graz, Uni Paderborn: Fülle die fünfte Spalte der Dokumentationstabelle aus.
  • 8. Ort, Datum und handschriftliche Unterschrift? — Ohne Unterschrift ist die Erklärung ungültig.
  • 9. Richtige Platzierung? — Nach Literaturverzeichnis und Anhängen, ohne Seitenzahl, ohne Eintrag im Inhaltsverzeichnis.
  • 10. Digitale Signatur geprüft? — Bei Online‑Abgabe: eingescannte Unterschrift oder QES eingebettet?
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Checkliste mit zehn Punkten vor der Abgabe der Eigenständigkeitserklärung KI

KASL: Wissenschaftliche Arbeiten mit KI und echten Quellen

KASL ist ein KI‑Service für wissenschaftliche Arbeiten. Die Plattform recherchiert in über 20 Fachdatenbanken – darunter Scopus, PubMed, Google Scholar, JSTOR und SpringerLink. Jede Quelle wird über CrossRef und OpenAlex geprüft und mit DOI oder Link angegeben: Was sich nicht eindeutig belegen lässt, kommt nicht in die Arbeit. Zu jeder Arbeit gibt es einen PlagAware‑ und einen GPTZero‑Bericht, als Word‑ und PDF‑Datei, formatiert nach den Vorgaben deiner Hochschule.

Zwei Wege stehen zur Wahl: Die KI‑Erstellung ist vollautomatisch in unter 60 Minuten fertig – als theoretisch‑literaturbasierte Arbeit. Bei KI + Fachautor steuert ein Fachautor die KI, prüft jeden Schritt und verantwortet den empirischen Teil – fertig in 4–6 Stunden (werktags). Bevor du zahlst, siehst du in 5–10 Minuten eine kostenlose Vorschau.

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FAQ — 11 häufige Fragen zur Eigenständigkeitserklärung KI

Ja — immer mehr Hochschulen (u. a. HTW Berlin, HWR Berlin, ASH Berlin, Uni Wuppertal) verlangen auch für Hausarbeiten und Seminararbeiten eine erweiterte Eigenständigkeitserklärung mit KI‑Passus. Prüfe die aktuelle Prüfungsordnung deines Studiengangs oder frage direkt bei deiner Lehrperson nach.

Die Konsequenzen reichen von Nachbesserung über Note 5,0 bis zum Ausschluss von der Wiederholungsprüfung — abhängig von der Schwere des Verstoßes und den Regelungen deiner Hochschule. Das VG Kassel hat das im Februar 2026 für eine Hausarbeit und eine Bachelorarbeit bestätigt (noch nicht rechtskräftig). Bei eidesstattlichen Erklärungen kann zudem eine Strafbarkeit nach § 156 StGB drohen. Mehr dazu: Kann man ChatGPT nachweisen?

Nach den Urteilen des VG Kassel vom 25. Februar 2026 ja: Die Grenze zur nicht mehr selbstständigen Prüfungsleistung ist danach bereits bei einem einmaligen ungekennzeichneten Einsatz generativer KI überschritten. Zulässig bleibt eine reine Rechtschreib- und Grammatikprüfung. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig – sicher bist du nur, wenn du jeden KI-Einsatz angibst.

In der Regel ja. Die Uni Wuppertal unterscheidet explizit: Nicht‑generative Tools wie klassische Rechtschreibprüfungen und Online‑Wörterbücher sind derzeit nicht nachweispflichtig. DeepL Write und Grammarly formulieren Texte jedoch mit generativer KI um. Auch das VG Kassel trennt eine zulässige Rechtschreibprüfung von einer Überarbeitung durch Dritte, „damit auch KI“, die die Arbeit verändert. Führe diese Tools deshalb im KI‑Verzeichnis auf.

Auf die letzte Seite — nach dem Literaturverzeichnis und allen Anhängen. Das KI‑Verzeichnis wird als eigener Anhang vor der Eigenständigkeitserklärung eingefügt. Die Erklärung wird üblicherweise weder im Inhaltsverzeichnis geführt noch mit einer Seitenzahl versehen.

Ein KI‑Verzeichnis ist ein separater Anhang, der alle eingesetzten KI‑Tools mit Version, Zweck und betroffenen Abschnitten auflistet — es steht nicht im Literaturverzeichnis. Eine KI‑Zitation (z. B. nach APA) ist ein Quellennachweis im Literaturverzeichnis, der nur dann sinnvoll ist, wenn KI‑Output direkt wiedergegeben wird oder KI der Forschungsgegenstand ist. Die Uni Leipzig und die Uni Paderborn stellen klar: KI‑Tools gehören in einen eigenen Anhang, nicht in die Literaturliste.

Nicht zuverlässig per Software: KI‑Detektoren wie Turnitin liefern nach Einschätzung des Wissenschaftsrats (2026) und der Universität Potsdam keine rechtssicheren Beweise. Hochschulen prüfen deshalb über Indizien und im Gespräch – erfundene Quellen, Stilbrüche oder eine Arbeit, die du mündlich nicht erklären kannst. Transparente Dokumentation ist immer der sicherere Weg. Hintergründe: Rechtliche Konsequenzen und Turnitin KI‑Erkennung bei Hausarbeiten

Die Universität Koblenz hat im April 2026 ein dreistufiges System eingeführt: Rot = KI‑Nutzung komplett verboten, Gelb = KI eingeschränkt erlaubt (z. B. nur für Recherche), Grün = KI vollständig erlaubt. Die Ampelfarbe wird pro Prüfungsformat festgelegt und bestimmt, welche Version der Eigenständigkeitserklärung eingereicht werden muss.

Nicht überall — aber die Uni Graz und die Uni Paderborn empfehlen ausdrücklich eine fünfte Spalte „Reflexion“, in der du beschreibst, was du aus dem KI‑Einsatz gelernt hast und was du beim nächsten Mal anders machen würdest. Auch wenn deine Hochschule es nicht verlangt, stärkt eine Reflexion deine Glaubwürdigkeit.

In der Deutschen Zitierweise empfiehlt sich eine Fußnote mit Modellname, Version, URL, Datum des Prompts und Art der Verwendung — z. B.: „Deutsche Übersetzung erstellt mithilfe von ChatGPT (GPT‑4o, https://chat.openai.com, verwendet am 15.05.2026).“ KI‑Tools werden nicht ins Literaturverzeichnis aufgenommen, sondern im KI‑Verzeichnis (Anhang) dokumentiert. Details findest du im Abschnitt KI richtig zitieren.

AI Usage Cards sind ein von der Universität Göttingen entwickeltes System zur systematischen Dokumentation der KI‑Nutzung. Über ein Web‑Frontend (ai-cards.org) beantwortest du einen strukturierten Fragebogen, der deine KI‑Nutzung in drei Dimensionen erfasst: Transparenz, Integrität und Verantwortung. Das Ergebnis wird als standardisierte LaTeX‑Karte exportiert. Für Hausarbeiten und Seminararbeiten sind AI Usage Cards meist zu komplex — für Dissertationen und umfangreiche Forschungsprojekte aber eine lohnende Option.

Fazit

Die Eigenständigkeitserklärung KI ist 2026 keine optionale Formalität mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Annahme deiner wissenschaftlichen Arbeit. Ob du keine KI genutzt hast, ob du ChatGPT nur zur Ideenfindung eingesetzt oder ob du umfangreiche Textpassagen mit KI‑Unterstützung erstellt hast — du bist verpflichtet, dies transparent zu dokumentieren. Die Kasseler Urteile zeigen, dass schon ein einmaliger ungekennzeichneter Einsatz genügen kann, und immer mehr Hochschulen überprüfen deine Angaben im Gespräch.

Die gute Nachricht: Mit den vier Vorlagen in diesem Leitfaden, dem 5‑Spalten‑KI‑Verzeichnis und der 10‑Punkte‑Checkliste hast du alle Werkzeuge, um deine Arbeit vollständig dokumentiert und regelkonform einzureichen. Passe die Vorlagen an die spezifischen Anforderungen deiner Hochschule an, beginne die Dokumentation ab dem ersten Prompt und investiere die zehn Minuten für die Checkliste vor der Abgabe — es lohnt sich.

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Wie Sie Ihre Arbeit verwenden, entscheiden Sie selbst.

Fertige Arbeit mit KI-Verzeichnis und Eigenständigkeitserklärung
Dr. Laura Steinbach

Über die Autorin: Dr. Laura Steinbach ist Wissenschaftliche Leiterin bei KASL. Sie promovierte im Bereich Schreibdidaktik an der Humboldt-Universität zu Berlin und betreute über 400 Abschlussarbeiten als Zweitgutachterin.